Im Sommer 2011 hat das Teatro Due Mondi einen Theaterworkshop mit einer Gruppe von afrikanischen Flüchtlingen gestartet, die während des Libyen-Krieges in Lampedusa gestrandet sind. Etwa 30 Männer aus Nigeria, Ghana, Gambia, Pakistan, Tunesien und dem Tschad wurden in ausgedienten Schulen im Umland von Faenza untergebracht, weitgehend von der Außenwelt abgeschnitten. Im Workshop wurden gemeinsam mit italienischen Schauspielern und Theateramateuren Straßentheaterszenen entwickelt, die von der Flucht erzählen. Mit dem Ziel, einen interkulturellen Dialog herzustellen und die Bevölkerung auf die Anwesenheit der neuen Mitbürger aufmerksam zu machen. Aus dem Bedürfnis heraus, Menschen in einer dramatischen Lebenslage nahe zu sein.

Zum Workshop
Der Workshop GRENZENLOS in Köln ist ein Moment der Begegnung zwischen Menschen, die mithilfe des Theaters etwas von sich erzählen möchten, die das Bedürfnis haben, Freude und Schmerz gemeinsam in die Welt zu schreien. Es steht offen für alle: Menschen, die von weit her kommen oder hier geboren sind, die schon lange oder erst seit kurzem in der Stadt leben, die verschiedene Sprachen sprechen und unterschiedliche Kulturen leben.

Zum Stück
GRENZENLOS orientiert sich an dem Projekt Senza Confini/Nostra Patria è il Mondo Intero , das das Teatro Due Mondi seit zwei Jahren mit in Italien lebenden Flüchtlingen durchführt. GRENZENLOS ist ein Theaterstück unter freiem Himmel, dem die Zuschauer über das Orangeriegelände folgen, wie auf einer echten, bewegenden Reise. Eine Gruppe von Menschen verschiedener Herkunft kommen sich in einem Workshop durch ihre Träume und Wünsche für die Zukunft näher, allen kulturellen Unterschieden zum Trotz. Sie zeigen einfache und wirkungsvolle Szenen von Völkern, die auf der Flucht sind vor Hunger oder Krieg. Sie erzählen, was es bedeutet, die Heimat verlassen zu müssen und in ein unbekanntes Land zu kommen, und wie sie die Hoffnung auf eine bessere Zukunft nicht aufgeben.

 

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