Am 9. Mai ist das Sommerblut Kulturfestival mit einer großen Feier im Orangerie Theater eröffnet worden. Hunderte Besucher feierten den Start des Festivals der Multipolarkultur, welches dieses Jahr den Schwerpunkt Flucht hat.

„Die süßen Frauen“ des inklusiven Blaumeier Ateliers aus Bremen verführten die Besucher mit Naschwerk und tiefsinnigen Tiraden über die süßen und bitteren Fragen des Lebens. Mit seinem Figurentheater „Garten der Lüste“ zeigte der Schauspieler und Puppenbauer Marc Schnittger eine fantastische Kombination aus Figurentheater, Schauspiel und Klangwelt und gab damit einen Vorgeschmack auf seine eigenes Programm, welches man im Rahmen des Festivals besuchen kann. Der Neue Zirkus Atemzug stellt aus seinem Repertoire „Feedback Schleifen“ ein magisches Bewegungskunstwerk aus zeitgenössischem Tanz, Theater, Artistik und Live-Musik dar. Den Rollstuhl als Instrument setzte die Tanzmoto Dance Company in der inklusiven Tanzperformance „On a Roll“ ein und wandelte damit die besondere Körperlichkeit zum individuellen Ausdruck. Musikalisch führte die Sängerin und Cellistin Aglaja Camphausen und der Pianist Ulrich van der Schoor ins Deutschland von 1933. Mit Deutschen Schlagern zeichneten sie  musikalische Stimmungsbild einer Zeit der politischen Willkür, die von Flucht und Vertreibung geprägt war. Der Eröffnungsabend wird moderiert von der Jazz-Sängerin und Musikerin Adrienne Morgan Hammond.

Mit der Festivaleröffnung begann auch die Ausstellung “Reise ins Licht” von Birgit Rüberg. Die Installation zeigt original Schwimmwesten, die mit Sprichwörtern und comicartigen Zeichnungen bestickt sind.