Eine Tänzerin aus dem Ruhrgebiet, zwei deutsche Schauspieler mit Trisomie 21, ein brasilianischer Tänzer und ein auf Ballett und barocken Tanz spezialisierter Pole spielen alle das gleiche Spiel: sie disziplinieren die Natürlichkeit des menschlichen Körpers und verwandeln sie in die Künstlichkeit der Zivilisation.

In dem Tanztheater nach Baudelaire und Stendhal verweben, verdecken, exponieren die Darsteller auf der Bühne ihre privaten und beruflichen Rollen. Anstatt Charaktere darzustellen, handeln sie. Sie disziplinieren ihre Instinkte, ihre Triebe, ihren Körper. Nur im schmerzhaften Gleichmaß entsteht Schönheit. Wer die Regeln beherrscht, wird bewundert. Wer aus der Reihe tanzt, wird bestraft.

 

 

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