Weibliche und männliche Inhaftierte der JVA Ossendorf gehen bei ihrer Schauspielperformance zur Erzählung „Ikarus und Dädalus“ zurück in die griechische Mythologie. König Minos von Kreta will Dädalus, seinen brillanten Erfinder und Baumeister,  nicht von der Insel Kreta weglassen. Dädalus, der seinen Traum von Freiheit dennoch verwirklichen will, fertigt aus Vogelfedern und Kerzenwachs für sich und seinen Sohn Ikarus Flügel mit großer Spannweite. Damit will er wie ein Vogel in die Lüfte aufsteigen und Kreta verlassen.

Diese Geschichte ist ein Gleichnis von Gehorsam, Disziplin, Selbstbeherrschung, Geduld und Verantwortung. Aber was bedeuten diese Werte für den Einzelnen? Was für Träume der Freiheit hat der Mensch? Das interdisziplinäre, interkulturelle und generationsübergreifende Theaterprojekt unter Regie von Karlheinz Angermeyer, der Schauspielerin Elisabeth Pleß und der künstlerischen Leitung von Elissavet Hasse nähert sich der Beantwortung der Fragen auf spannende Weise. In lebenden Bildern, mit Musik, Tanz, Pantomime und Theaterkunst zeigen die weiblichen und männlichen Inhaftierten der JVA ihre Träume der Freiheit.

 

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