Die ungarisch-schweizerische Schriftstellerin Ágota Kristóf schildert in diesem literarischen Kleinod eindrücklich die Geschichte ihrer Herkunft. In „Analphabetin“ beschreibt die Autorin ihre Flucht kurz nach dem antisowjetischen Ungarn-Aufstand 1956 und schließlich die Ankunft in der Schweiz, wo sie – der Sprache nicht mächtig – zur Analphabetin wurde und mit ihren Kindern die neue Sprache Französisch lesen und schreiben lernen musste. 1978 begann sie in ihrer neuen Heimat in französischer Sprache zu schreiben und erhielt für ihr Werk zahlreiche europäische Literaturpreise.