Vol Spécial

Regie: Fernand Melgar
Dokumentarfilm, Schweiz 2011, 100 Min.
Original mit deutschen Untertiteln

Der Filmemacher begab sich für neun Monate in das Abschiebegefängnis Frambois in Genf. Es beherbergt abgelehnte Asylsuchende und „irreguläre Migranten“. Einige sind seit Jahren in der Schweiz, haben sich integriert und eine Familie gegründet. Sie arbeiten, zahlen in die Sozialversicherung ein und schicken ihre Kinder in die Schule.

Bis zum Tag, an welchem die kantonale Immigrationsbehörde willkürlich entscheidet, sie einzusperren um ihre Ausreise zu veranlassen. Natürlich will keiner der Verhafteten das Land freiwillig verlassen. Also wird ein gnadenloser administrativer Prozess in Gang gesetzt, dessen Ziel es ist sie zum Verlassen der Schweiz zu zwingen.

Im Verlauf der Monate hinter Gittern werden die Konfrontationen zwischen Personal und Insassen zuweilen sehr heftig. Auf der einen Seite wacht ein eng zusammengewachsenes, motiviertes Team von Aufsehern mit menschlichen Wertvorstellungen. Auf der anderen Seite stehen Männer am Ende einer langen Reise, in Angst und unter Stress. Die Beziehungen sind geprägt von Freundschaft und Hass, Respekt und Auflehnung, Dankbarkeit und Ablehnung. Bis zum Moment der Abschiebung Diese Ankündigung erleben die Inhaftierten oft als Verrat, als letzten Tiefschlag. In dieser Extremsituation hat Verzweiflung einen Namen: vol spécial (Ausschaffungsflug).

In Kooperation mit:

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