Der Autor und Menschenrechtler Doğan Akhanli erzählt in seinem Theaterstück Annes Schweigen – Anne bedeutet auf Türkisch „Mutter“- die Geschichte der in Deutschland aufgewachsenen Türkin Sabiha. Als Fremde zwischen den Kulturen fühlt sie sich zu türkischen Nationalisten hingezogen. Als ihre Mutter stirbt, entdeckt sie zwischen deren Brüsten ein tätowiertes armenisches Kreuz.

Mit der Inszenierung von Ron Rosenberg untersucht das deutsch-türkisch-armenische Gemeinschaftsprojekt die Geschichte einer sprachlosen Generation auf der Suche nach Identität. Im Durchleben der eigenen Konflikte kann Sabiha zu sich selbst finden, die Geschichte ihrer Mutter verstehen und den Kreislauf von Gewalt und Verdrängung, Identitätsverlust und Isolation überwinden.

Im Anschluss an die Vorstellungen gibt es jeweils eine Podiumsdiskussion mit Bea Ehlers Kerbekian, Ron Rosenberg und Doğan Akhanli.
Am 12.5. ist außerdem Muriel Mirak-Weissbach, Autorin, Journalistin und Menschenrechtlerin zu Gast.