Open for Everything ist eine Reise durch das Leben der Roma-Gemeinschaften in Europa. Die Produktion thematisiert die Problematik der Volksgruppe Roma in Zentral- und Osteuropa. Roma leben seit tausend Jahren in Europa – Respekt und Anerkennung haben sie bis heute aber kaum erfahren.

Die Mehrheit der in Europa lebenden Roma ist sozial ausgegrenzt, lebt in Armut und ist ständigen Diskriminierungen ausgesetzt. Ihre Traditionen des Reisens ist ersetzt worden durch ein sesshaftes, örtlich begrenztes Leben in Ghettos und Vertreibung aus vielen europäischen Ländern. Dem gegenüber steht das Leben der Tänzer der Kompanie DorkyPark, nomadisch, aber ohne Tradition, so wie das Leben vieler, deren Arbeit ständiges Reisen erfordert.

Seit 2010 recherchiert Macras in Ungarn, Tschechien und der Slowakei Lebensweisen, Tanzstile und Musik der Roma und hat im Verlauf dieser Arbeit ein großes Ensemble aus Roma-Musikern und -Performern, Amateuren unterschiedlichen Alters und Tänzern ihrer Kompanie DorkyPark für ihr neues Stück „Open for Everything“ zusammengestellt. Mit viel Selbstbewusstsein erzählen diese sehr unterschiedlichen Menschen von ihrem Leben, von ihren Träumen, Verzweiflungen und Leidenschaften. Es ist eine musikalische und tänzerische Reise durch das Leben der heutigen Roma in Europa, die auf humorvolle Weise Vorurteile, Klischees, Missverständnisse, Gemeinsamkeiten, Traditionen, Diskriminierung, Armut und Gewalt aufzeigt, aufgreift und mit diesen spielt. Wer bedient hier wessen Vorurteile? Und wer sind denn nun die wirklichen Nomaden des 21. Jahrhunderts?

Zusammen mit der Oper Köln und dem Cologne Pride setzt das Sommerblut Kulturfestival mit der Tanzproduktion „Open for Everything“ am CSD-Wochenende ein Zeichen gegen Rechts und gegen die Teilnahme von Pro Köln am Cologne Pride 2013.

 

Eine Produktion von CONSTANZA MACRAS | DorkyPark und dem GOETHE-INSTITUT.

In Koproduktion mit den Wiener Festwochen, Nová scéna des Nationaltheaters Prag, Trafó Haus der zeitgenössischen Künste Budapest, Internationales Theaterfestival Divadelná Nitra, Hebbel am Ufer Berlin, Kampnagel Hamburg, HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste Dresden, Dansens Hus Stockholm und Zürcher Theater Spektakel.

Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds, den Regierenden Bürgermeister von Berlin – Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten und die Open Society Foundations mit Unterstützung des Kunst- und Kulturprogramms Budapest.

LOGOOPEN2

LOGOOPEN1